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Mulud Mammeri
Verlorene Hügel
Tasga, ein Dorf hoch auf einem Hügel in den kabylischen Bergen
Algeriens, ist
der Schauplatz dieses Romans. Noch sind die alten Leute stark verbunden
mit Sitten und Tradition, die den Geist von "Tausend und einer
Nacht" bewahrt
haben. Bereits sind aber westliche Gedanken und Vorstellungen eingedrungen
und entfremden die Jungen immer mehr den angestammten Überlieferungen.
Der Krieg - die Einberufung der jungen Männer - lässt
den Bruch noch offener zu Tage treten. Immer mehr geht ihnen ihr
Dorf, ihr Hügel verloren. Die Landschaft, die Lebensweise und
die Denkart des alten Volkes rollt sich vor uns
auf. Mulud Mammeri ist am 28. Dezember 1917 in Taourirt-Mimoun (Hoch
Kabylien) geboren. Berberisch war seine Muttersprach. Daneben hatte
er bereits ein wenig Französisch gelernt, als er sein Dorf
verliess, um in Rabbat das
Gymnasium zu besuchen. Er setzte seine Studien in Algier und in
Khagne fort.
Zweimal wurde er zum Kriegsdienst eingezogen und nahm an Feldzügen
in
Italien, Frankreich und Deutschland teil. Nach seiner Entlassung
im Jahre 1945
studierte er in Paris fertig. Später war er als Literatur-Professor
tätig.
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